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Weniger Humustourismus

120‘000 LKW-Ladungen jährlich

Jährlich fallen im Kanton Zürich 2 Mio. m3 Aushubmaterial an. Davon werden 1.2 Mio. m3 mit Lastwagen abtransportiert. Das entspricht einer Menge von 120‘000 LKW-Ladungen oder einem LKW-Stau von Zürich bis Hamburg. Die Hälfte des Materials, also 60'000 LKW-Ladungen, ist wertvoller Oberboden inklusive Humus.

 

Humus darf nicht entsorgt werden

Die Hälfte dieses abgetragenen Materials ist fruchtbarer Oberboden inklusive Humus. Heute wird ein Grossteil davon in Deponien, häufig auch ausserkantonal entsorgt. Mit der Annahme des Planungs- und Baugesetzes wird dafür gesorgt, dass dieses Material für die Aufwertung von Böden eingesetzt wird und damit die Grundlage für die regionale Nahrungsmittelproduktion weiterhin gegeben ist.

 

Regionale Verwendung von Humus

Böden, die sich zum Aufwerten eignen, sind optimal dezentral und in einer genügenden Anzahl vorhanden. Mit einem dezentralen Konzept können Verkehrswege für Humustransporte minimiert werden. Die Annahme der Vorlage führt also im Vergleich zu heute zu weniger Humustourismus.

Aktuelles Beispiel zum «sinnlosen» Humustourismus

Mitte Oktober 2016 wurde mit dem Bau von sieben Eigentumswohnungen an der Welsikerstrasse in Dinhard begonnen. Der anfallende Aushub inklusive dem wertvollen Bodenmaterial wurde in einer Deponie in Windlach entsorgt. Dieser 1-stündige Transport zur unwiderruflichen Entsorgung unseres wertvollsten Bodenmaterials ist absolut sinnlos.

Mit dem Planungs- und Baugesetzes hätte dieses Material für die Aufwertung von anthropogenen Böden zu Fruchtfolgeflächen eingesetzt werden können.

  

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