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Fruchtbare Böden dank Bodenaufwertungen

Warum Bodenaufwertungen

60% der Flächen in der Landwirtschaftszone sind per Definition Fruchtfolgeflächen. Sie sind besonders fruchtbar und werden ackerbaulich nachhaltig genutzt. Die restlichen knapp 40% der Fläche sind Böden, die in erster Linie als Grünland bewirtschaftet und für die Produktion von Milch und Fleisch verwendet werden.

Diese Böden, welche als Nicht-Fruchtfolgeflächen klassifiziert sind, eignen sich nicht für eine ackerbauliche Nutzung. Grundsätzlich ist es aber möglich, diese Böden mit wertvollerem Boden aufzuwerten und künftig ebenso als Fruchtfolgeflächen zu nutzen. Dazu eignet sich insbesondere Humus der beim Aushub anfällt.

Aufwertung mit Humus von Aushub

Wir gehen davon aus, dass die Bautätigkeit auch künftig floriert. Damit wird der Landwirtschaft laufend wertvolles Kulturland entzogen. Es muss das Ziel sein, Humus, der durch Aushub im Siedlungsgebiet anfällt, sinnvoll verwendet wird. Dies erreichen wir, wenn weniger gute Kulturlandflächen (oft auch anthropogene Böden) mit diesem Humus aufgewertet werden. Trotz der Verluste von überbauten Flächen steigt damit die durchschnittliche Qualität des für die Nahrungsmittelproduktion genutzte Kulturland. 

Positiver Nebeneffekt: mit dieser Massnahme kann der Humustourismus durch geeignete dezentrale Aufwertungsprojekte eingeschränkt werden.

Praxisbeispiel Illnau

Bewirtschafter

 

Martin Hübscher, Illnau

Betroffene Fläche

 

Ca. 1 ha

Boden

 

Buntgley, drainiert

Limitierender Faktor

 

Fremdnässe

Ausgangslage

 

natürliche Senkung (Teich), ganzjährig stehendes Wasser in Parzelle, hohe Ertragsverluste

Einschränkung

 

Kunstwiesenanbau, z. T. Ackerbau, andauernd sehr   stark vernässt  - stehendes Wasser in Senkung

Aktuelle Situation

 

Abnahme des Baus 2013, Endabnahme im Sommer 2017 nach 3 bis 4 Jahren Folgebewirtschaftung

 

Praxisbeispiel Bonstetten

Bewirtschafter

 

Peter Weiss, Bonstetten

Betroffene Fläche

 

Ca. 6.3 ha

Boden

 

Organischer Boden gesackt, drainiert

Limitierender Faktor

 

Fremdnässe

Ausgangslage

 

Durch die Sackung besteht kaum mehr ein Unterschied zum Dorfbach

Einschränkung

 

Ertragsausfälle im Ackerbau bis zu 60%, hoher Arbeitsaufwand durch Drainageleitungen und Abwasserpumpen

Aktuelle Situation

 

0.5 ha humussiert, Neusaat erfolgt im Herbst 2016, Abnahme erfolgt voraussichtlich im 2018

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